Office hours

Monday to Friday
open from 09:00 to 17:00 o'clock

  Skype Call

from 10:00 to 14:00 o'clock

Skype Name:SAMA-Medical


Pflegefachkräftemangel

Die Menschen in Deutschland leben heute länger als vorangegangene Generationen. Zu verdanken ist dies insbesondere der guten medizinischen und pflegerischen Versorgung. Damit hat sich auch unser Bild vom Älterwerden im positiven Sinn geändert. Die Menschen sind heute häufig bis ins hohe Alter aktiv. Alter, im klassischen Verständnis, gibt es eigentlich gar nicht mehr, oder wenn, dann erst viel später.

Zunahme der Pflegebedürftigen
Aufgrund der Zunahme an älteren und alten Menschen in der Gesellschaft (demographischer Wandel), ist für die Zukunft mit einer Zunahme der pflegebedürftigen Menschen zu rechnen. Ein Sturz oder eine Erkrankung bedeutet für alte Menschen oft das Ende des selbstbestimmten Lebens und den Beginn der Pflegebedürftigkeit. Viele alte Menschen, die zum Pflegefall werden, sind dann von einem Tag auf den Anderen auf fremde Hilfe angewiesen, einfachste Dinge werden zum Problem. Die in Zukunft stark ansteigende Zahl älterer Menschen wird demnach zwangsläufig auch zu einer deutlichen Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen führen. So würde auf Basis einer dauerhaft konstanten altersspezifischen Pflegewahrscheinlichkeit die Zahl der Pflegebedürftigen in der sozialen Pflegeversicherung auf 3,22 Millionen im Jahr 2030 bzw. 4,23 Millionen im Jahr 2050 steigen. Bereits heute leben in Deutschland rund 2,54 Millionen Pflegebedürftige (Stand: 2012). Rund ein Drittel der Pflegebedürftigen erhält dabei vollstationäre Pflege in Pflegeheimen. Etwa zwei Drittel werden hingegen in der häuslichen Umgebung  und dabei oft durch ihre Angehörigen, betreut und versorgt.

Pflegekräftemangel – Bedarf an Pflegekräften
Auf Grund des prognostizierten Anstiegs der Pflegebedürftigen benötigen wir in Deutschland im Umkehrschluss auch mehr Menschen, die sich in den Pflegeberufen engagieren. Ende 2011 waren, laut Angaben des Statistischen Bundesamtes, rund 952.000 Personen in der Altenpflege beschäftigt, davon rund 31 Prozent (291.000) bei ambulanten Pflegediensten und 69 Prozent (661.000) in Pflegeheimen. Vor allem durch die Einführung der Pflegeversicherung ist die Altenpflege zum Jobmotor geworden: So hat zwischen 1999 und 2011 die Zahl der bei ambulanten Pflegediensten Beschäftigten um rund 58 Prozent (plus 107.000) und die in Pflegeheimen Beschäftigten um rund 52 Prozent (plus 220.000)  zugenommen.

Aufgrund des zu erwartenden Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen wird auch der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahrzehnten weiter stark ansteigen. Hierfür gilt es Vorsorge zu treffen.

Mehr Personal für die Pflege – Gute Pflege braucht Zeit und Zuwendung
Für gute und qualitativ hochwertige Pflege braucht es Zeit und Zuwendung sowie gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte. Dann werden noch mehr motivierte und engagierte Menschen den Pflegeberuf ergreifen.

Bereits Ende des Jahres 2012 hat die Bundesregierung mit den Bundesländern vereinbart, dass die Zahl der Ausbildungsplätze im Bereich der Altenpflege bis 2015 deutlich erhöht wird. Der Altenpflegeberuf soll attraktiver, die Möglichkeiten von Fortbildungen und Umschulungen verbessert und erleichtert werden. Damit sollen bis zu 4.000 Pflegehelferinnen und Pflegehelfer für eine weitere Qualifizierung gewonnen werden. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Umschulung zur Altenpflegefachkraft durch die Finanzierung auch des dritten Umschulungsjahres. Diese Verbesserungen haben bereits erste Erfolge gezeitigt: Die Zahl der Schüler/innen in der Altenpflege ist zuletzt deutlich angestiegen.

Geplant ist auch die Umgestaltung der Pflegeausbildung: Eine gemeinsame Grundausbildung und eine darauf aufbauende Spezialisierung im Bereich Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege ermöglicht künftig einen leichteren Wechsel zwischen den einzelnen Pflegeberufen. Die Ausbildung soll dabei für alle Pflege-Schüler/innen kostenfrei werden.

Weitere flankierende Maßnahmen
Wichtig ist es, das Ansehen und die Wertschätzung für die beruflich Pflegenden in der Gesellschaft zu erhöhen. In diesem Zusammenhang sind weitere Initiativen  notwendig, um gerade junge Männer gezielt anzusprechen und sie für eine Pflegeausbildung zu interessieren. Der Bundesfreiwilligendienst ist hier gerade für junge Männer eine gute Gelegenheit, den Beruf kennen- und schätzen zu lernen.

Berufliche Anerkennung definiert sich aber immer auch über die Entlohnung. Um ein Mindestmaß an entsprechender Entlohnung in der Pflege sicherstellen zu können, ist für die Branche ein Mindestlohn festgelegt worden. Dabei gilt: Mindestlöhne sollten nur als Grenze nach unten gesehen werden und auch nur bei Hilfstätigkeiten Anwendung finden. Wer gut ausgebildete Fachkräfte sucht, kommt nicht weit, wenn er nur den Mindestlohn zahlt.
Wichtig ist außerdem, dass Pflegekräfte sich über ihre oft persönlich herausfordernden Erlebnisse austauschen können. Supervisionen können hier ein geeignetes Instrument sein.

Darüber hinaus muss die Pflegetätigkeit von unnötiger Bürokratie entlastet werden. Es gibt in Deutschland hervorragend qualifizierte Pflegekräfte, die jeden Tag im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in der ambulanten Versorgung sowohl psychisch als auch physisch anspruchsvolle Tätigkeiten verrichten. Diese Arbeit sollte nicht unnötig belastet werden. Die Bundesregierung sieht daher vor Dokumentationspflichten und Bürokratie in der Pflege auf das notwendige Maß zur Sicherung einer guten Qualität zu begrenzen. Ziel ist, eine effiziente und effektive Pflegedokumentation möglichst in der Fläche umzusetzen, damit die Pflegekräfte die dadurch frei werdende Zeit für die Pflege einsetzen können.

Quelle: BMG-Bund

 
javascript

Office hours

Monday to Friday
open from 09:00 to 17:00 o'clock

  Skype Call

from 10:00 to 14:00 o'clock

Skype Name:SAMA-Medical